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Zukunfts-Dialog Oekolandbau

zum Thema: Was nutzt mir Biodiversität? Praxistaugliche Konzepte für den Ökolandbau

17. bis 18. Mai 2017

http://zukunftsdialogoekolandbau.julius-kuehn.de/

 

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2. Europäische Tagung zu Kupfer als Pflanzenschutzmittel vom 16.-17.11.2017 im Julius-Kühn-Institut Berlin Dahlem, European Copper Conference

 

 

Ökowein aus dem JKI

Das JKI-Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof in Siebeldingen bietet Ihnen Weine aus Ökologischen Landbau zum Kauf an. Die Weinpreisliste können Sie hier lesen und herunterladen. Mehr Informationen zu den pilzwiderstandsfähigen Rebsorten Regent und Calandro finden Sie hier.

  Wein_flasche

 

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3. Fachgespräch zur Unkrautregulierung

 

Zusammengestellt von Dr. Bernhard Pallutt
In dem dritten Fachgespräch, welches am 02. November 1999 in der Außenstelle Kleinmachnow der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) stattfand, stand die Verbesserung der Unkrautregulierung im Mittelpunkt. Die 35 Teilnehmer, Vertreter des Pflanzenschutzdienstes, von Praxisbetrieben und wissenschaftlichen Einrichtungen, diskutierten die Probleme und Lösungsmöglichkeit der Unkrautregulierung im Ökologischen Landbau. In 8 Vorträgen wurden die Probleme und Grenzen der Unkrautregulierung im Ökologischen Landbau aus pflanzenbaulicher und landtechnischer Sicht dargestellt.
In Reaktion auf die Bewirtschaftung im Ökologischen Landbau haben sich Problemunkräuter, wie Ackerkratzdistel, Ampfer-Arten, Quecke, Rauhaarige Wicke und Platterbse auf vielen Flächen im bekämpfungswürdigen Umfang etabliert. Als weiteres Problem stellt vor allem der hohe Handarbeitsaufwand zur Unkrautbekämpfung im Gemüse- und Zuckerrübenanbau sowie beim Anbau von Sonderkulturen ein Hemmnis bei der Ausdehnung des Ökologischen Landbaues dar. So kann der Handarbeitsaufwand zur Unkrautbekämpfung im Zwiebelanbau bis zu 800 Stunden/ha betragen, welcher vor allem aus der ungenügenden mechanischen Unkrautbekämpfung in der Zwiebelreihe resultiert. Als problematisch ist ferner der hohe Energieverbrauch bei der thermischen Unkrautbekämpfung anzusehen. Im Zentrum der Unkrautregulierung stehen in den meisten Kulturen nach wie vor mechanische Maßnahmen, wobei allerdings deutliche Fortschritte mit neuentwickelten Geräten zu verzeichnen sind. Hiervon sind beispielsweise die Trennhacke und Bügelhacke zu nennen. Von den indirekten Regulierungsmaßnahmen stellt die Fruchtfolge die wichtigste Einzelmaßnahme zur Unkrautunterdrückung dar. Aber auch die Optimierung von Bodenbearbeitung, Aussaatzeit, Aussaatmenge, Sortenwahl sowie Stickstoffversorgung tragen zur Unkrautunterdrückung im Ökologischen Landbau maßgeblich bei. Alternative Maßnahmen, wie z.B. die biologische Unkrautregulierung, Nutzung von Mikrowellen, Elektrizität, Photocontrol, allelopathische Wirkungen und Druckluft, gilt es forschungsmäßig weiter zu bearbeiten, um das Instrumentarium Unkrautregulierung im Ökologischen Landbau zu erweitern und standort- sowie situationsbezogen optimale Kombinationen der einzelnen Maßnahmen für eine effiziente Unkrautregulierung zu ermöglichen. Nur durch ein Gesamtkonzept von Maßnahmen, welches auf einer ausgewogenen Fruchtfolge basiert, kann die Verunkrautung im Ökologischen Landbau ohne hohen Handarbeitsaufwand auf niedrigem Niveau gehalten werden.

Die Zusammenfassung des Fachgespräches erfolgte in:

 

72 / 2000 : Pallutt, B. (Bearb.)
Pflanzenschutz im ökologischen Landbau - Probleme und Lösungsansätze



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