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Quarzsand

 

zusammengestellt und bearbeitet von:

Stefan Kühne, Britta Friedrich - JKI, Institut für Strategien und Folgenabschätzung, Kleinmachnow


Herkunft:

Quarz, die stabile Form des kristallisierten Siliziumdioxids, SiO2 (wasserfreie Kieselsäure); Dichte 2,65 g/cm3, Mohshärte 7. Man unterscheidet zwei Modifikationen: a-Quarz (Nieder- oder Tief-Quarz), der bis 573 ºC beständig ist (häufig einfach als Quarz bezeichnet), und den oberhalb 573 ºC stabilen b-Quarz (Hoch-Quarz). Oberhalb von 870 ºC geht Quarz in Tridymit (2,32 g/cm3), bei 1470 ºC in Cristobalit (2,2 g/cm3) über; Schmelzpunkt bei 1710 ºC. Quarz ist nach den Feldspäten das am weitesten verbreitete gesteinsbildende Mineral (MEYERS LEXIKON, 1998).

Verwendung:

Quarz wird in der Technik sehr vielseitig verwendet; insbes. Quarzsand als Rohstoff in der Glasindustrie. Quarzkristalle dienen wegen ihrer optischen und elektr. Eigenschaften als Bauelemente in der Optik, Elektronik und Nachrichtentechnik. Viele Varietäten des Quarzes werden als Schmucksteine verwendet: Bergkristall, Amethyst, Aventurin, Milchquarz, Prasem, Rosenquarz, Rauchquarz und Morion.
Insektizid: Quarzstaub hat eine repellente und dehydrierende Wirkung. Diese Eigenschaften fanden schon im Alten Ägypten im Vorratsschutz Verwendung (LEVINSON und LEVINSON 1998). Der an der Insektenhaut anhaftende Staub entzieht dem Körper Wasser.

Anwendung entsprechend:

EG-Verordnung 889/2008

Insektizide Wirkung

Ein in den Niederlanden verwendetes quarzhaltiges Wildabwehrmittel zum Schutz der Baumrinde vor Wildfraß zeigte, dass diese physikalische Barriere auch gegen holzbohrende Insekten dienen kann. Gegen die Raupen des Pappelglasflüglers bei einjährigen Pappeln war es unwirksam (MORAAL 1994).

 

Literatur:

  1. LEVINSON, H.; LEVINSON, A. (1998): Control of stored food pests in the ancient Orient and classical antiquity. J.Appl. Ent., 122, 137-144
  2. MEYERS LEXIKON (1998): Lexirom, CD-Rom
  3. MORAAL, L. G. (1994): Zur Wirkung des Wildabweisungsmittels Wöbra auf den Pappelglasflügler Paranthrene tabaniformis Rott. (Lep., Sesiidae). Anz. Schädlingskde., Pflanzenschutz, Umweltschutz 67, 72-73
  4. PFLANZENSCHUTZMITTELVERZEICHNIS (2006), Vorratsschutz, hersg. vom Bundesamt f. Verbraucherschutz und lebensmittelsicherheit


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